Gestern war ich bei einer Fortbildung durch Microsoft zum Thema „Lizenzierung von Microsoft Produkten“ – Schwerpunkt Schulen.

Folgende Aussagen scheinen mir wichtig:

  • rechtlich verantwortlich für das Asset-Management in Schulen ist der Schulleiter. Er ist rechtlich haftbar, sollte eine Unter- oder Fehllizenzierung vorliegen.

  • Auch ein externer Dienstleister kann für eine evtl. fehlerhafte Beratung nicht verantwortlich gemacht werden (toll…).
  • Bei einer Überprüfung (Audit) gilt als Nachweis für OEM lizenzierte Clients: COA-Label (der kleine Lizenzaufkleber am Rechner mit Hologramm), Rechnung, und evtl. Datenträger…
  • Geprüft werden muss im Einzelfall, in wie weit die OEM Lizenzen auf alternative Hardware übertragbar sind. Dies kann je nach Lizenzvertrag unterschiedlich sein. Entscheidend ist dabei die EULA (End User License Agreement) der jeweiligen OEM Version.
    – Wurde eine OEM-Lizenz einmal als Basis für eine Volumenlizenz genutzt, sind die beiden Lizenzen fest aneinander gekoppelt.

 

Informationen zum FWU II Rahmenvertrag mit Microsoft (Open Campus Agreement)

  • Seit Januar 2015 aktiv
  • Für Kunden des FWU I Vertrags gilt das Recht auf eine sog. „early termination“ des alten Vertrags. Dies sollte so früh wie möglich geschehen, um Rabattstufen in den neuen Vertrag mitzunehmen zu können.
  • Reimaging ist auch hier möglich. Allerdings muss mindestens eine (1) Volumenlizenz gekaut werden.
  • Office 365 gibt es als kostenloses „on top“ bei Abschluss des FWU Vertrags für die gesamte Einrichtung (Verwaltung entweder eigenständig oder über entsprechende Dienstleister, die den FWU Rahmenvertrag anbieten für ca. 15 Euro pro Jahr und Person). Schüler und Lehrer erwerben damit ein Nutzungsrecht auf 5 Privatgeräten.
  • Ausschlaggebend für die Kostenberechnung sind die FTEs (Anzahl der Vollzeitangestellten: Lehrer, Verwaltungspersonal etc. exkl. der Schüler!)
  • Bei Berechnung der Core-CALs (Zugriffslizenzen) ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler ebenfalls irrelevant.
  • Kostenlose MSDN Mitgliedschaft  (Basis) möglich.
  • Geräte-CALs(Client Access Licences) werden auch für Netzwerkdrucker, -kameras und -scanner benötigt.

Alle Aussagen ohne Gewähr.